Startseite
    Cage Match 2
    Cage Match 1
    Buckkeep 90211
  Über...
  Rechte

http://myblog.de/fantasystuff

Gratis bloggen bei
myblog.de





Cage Match 2

Cage Match 16: Conan vs. Sapius

Aus diesem Match ging Conan als Sieger hervor.

Bernd Rümmelein, der Autor von "Kryson" stellte uns freundlicherweise diese Version mit einem anderen Ende zur Verfügung.

Wir bedanken uns nochmal recht herzlich!

 ---------------------------------------------------------

Sapius der Große, einst von Selbstzweifeln geplagt, gestorben um wieder aufzustehen, auserkoren zum Yasek der Drachenreiter, führt er das Volk der Tartyk im Kampf um das Gleichgewicht Krysons zu neuem Ruhm und Glanz.
Auf einem Felsplateau, hoch oben im Südgebirge begegnet er einem bekannten, mächtigen Krieger, den auf Ell leider niemand kennt.
An seinem muskelbepackten Körper trägt der Krieger einen Lendenschurz. Sonst nichts. Die Haare werden mit einem goldenen Haarreif aus dem Gesicht gehalten. Er hält ein Breitschwert in der Hand.

"Wer seid ihr?" möchte Sapius wissen.

"Hä?" Conan runzelt die Stirn.
"Euer Name, wie lautet Euer Name?"
Hä?" drei Fragezeichen in Conans Gesicht.
"Wie heisch du, Alder?" bemüht sich Sapius um einen ihm fremd anmutenden Dialekt.
"Ah...", grunzt Conan, dem allmählich ein Licht aufgeht, "...Conan, der Barbar".
"Angenehm. Ich bin Sapius und heiße dich herzlich willkommen", begrüßt Sapius den Barbaren überaus freundlich.
"Hä?"
"Ähm... nun... vergessen wir das einfach...", meint Sapius leicht irritiert.

Conan zieht eine Phiole mit Mandelöl aus seinem Lendenschurz. Dabei rutscht ihm sein zu geschrumpfter, kleiner Freund für einen Augenblick raus. Peinlich berührt, stopft er ihn zurück. Conan ölt seinen Körper ein und lässt seine Muskeln eindrucksvoll vor Sapius spielen. Eine Pose jagt die andere. Ein Schritt vor und wieder zurück. Erst zuckt die linke, dann die rechte Brust. Der Bizeps schwillt gewaltig an. Conan lässt das Sixpack rauf und runter spielen.


"Nicht schlecht...", staunt Sapius beeindruckt von der Statur des Barbaren, "aber... sag mal, hier oben ist es verdammt kalt. Willst du dir nicht lieber etwas überziehen?"

"Hatschi...", niest Conan schon mit einer Erkältung im Anzug
"Siehst du, ich habe es dir doch gesagt. Du solltest auf dein inneres Gleichgewicht achten. So ein Schnupfen wächst sich rasch zu einer dicken Grippe aus".
"Hä?" die Fragezeichen leuchten wieder in Conans Gesicht.
"Was willst du auf Kryson?" will Sapius wissen, "du befindest dich auf Rachurengebiet. Das ist gefährlich".
"Ich hau dir aufs Maul!" meint Conan.
"Oh, warum denn gleich so grob?", antwortet Sapius, "habe ich dir vielleicht etwas angetan?"
"Hä?" es dauert eine Weile, "nö".
"Gut. Aber was führt dich hierher?"
"Kake Matsch... Zweite Runde", raunt Conan, "Sapius kennt keine Sau gegen Legende Conan, the bavarian austrian barbarian den größten Barbarenkrieger aller Zeiten, der Sapius gleich aufs Maul haut".
"Oh... wie außergewöhnlich", Sapius zeigt sich nachdenklich und kratzt sich am Kinn, "aber nicht ohne meinen Drachen!"
"Ne..ne..ne..ne..ne..."höhnt Conan wie ein kleiner Junge, "... nicht ohne meinen Drachen... oh, ich krieg Angst".
"Etwas mehr Respekt in fremden Landen wäre nicht schlecht für einen Touristen", schlägt Sapius vor.
"Is mir wurscht", pöbelt Conan, "ich hau auch deinem Drachen aufs Maul!"

Haffak Gas Vadar hebt verschlafen den Kopf als er "Drache" hört und blinzelt.


"Uaah...", gähnt der Drache, "...Conan, der Cimmerer. Lange nichts gesehen oder gelesen von dir. Wie ich sehe, hast du ordentlich Muskeln gepumpt. Die platzen ja gleich. Massig Anabolika, Eier, Bier und Nudeln in dich reingestopft, was? Junge, deine Leber will ich nicht geschenkt haben".

"Hä?" Conan versteht nicht.
"Vielleicht solltest du besser gegen Grimmgour, den Schänder antreten", schlägt Sapius vor, "ihr seid euch irgendwie entfernt ähnlich. Grimmgour hat meist auch nur Muskeln, Grütze und Frauen im Kopf!"
"Was?" Conan horcht auf, "Weiber... wo?"
"Dachte ich mir's doch, ein Rüpel", lächelt Sapius.
"Boah, ey...", zeigt sich Conan beleidigt, ",... das war nicht nett, Narbengesicht. Ich hau dich gleich um, Alder! Mitten in die Fresse rein, Mann!"
"Na dann komm doch endlich, Dumpfbacke", provoziert Sapius, "bringen wir es zu Ende und schreiben Legende".

Conan reckt den Kopf vor. Brüllend, mit hochrotem Gesicht und vor Wut schnaubend scharrt er mit dem Fuß ungeduldig auf dem Felsen. Dann stürzt er sich auf Sapius. Sapius wartet gelassen bis der Barbar heran ist, dreht sich im letzten Moment weg und weicht aus. Der Magier versetzt ihm noch einen leichten Stoß mit dem Stab des Farghlafat in den Rücken. Verzweifelt versucht Conan anzuhalten und kommt nur wenige Zoll vor der Kante des Plateaus zum Stehen. Der Barbar rudert mit den Armen, das Gleichgewicht zu halten. Vor ihm tut sich der Abgrund auf. Dreitausend Fuß stürzt der Fels vor ihm senkrecht in die Tiefe.


"Sag mal, kannst du fliegen?" will Sapius wissen, "ich kenne einen Felsgeborenen, der sich leidenschaftlich in die Tiefe stürzt. Aber das geht nicht mit nacktem Oberkörper".

"Hä?" Conan versteht nicht.
"Macht nichts. Das ist eine Frage des Gleichgewichts", meint Sapius, "leb wohl, mein Freund. Vielleicht sehen wir uns in einer anderen Welt wieder. Diese scheint nicht ganz die deine zu sein. Kryson ist einfach zu hart und eine Nummer zu groß für deinen Verstand".

Sapius piekt Conan mit dem kleinen Finger leicht in den Rücken. Der Barbar kippt vornüber und stürzt.


"Uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah", ertönt der Schrei des Barbaren, der rasch immer leiser wird, "uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah".


Den Aufprall hören Sapius und Haffak Gas Vadar nicht.


"Was war denn das für einer?" fragt Sapius den Drachen.

"Ach der...", seufzt Haffak, "vergiss ihn, das war eine längst vergessene Legende, die ihren Zenit längst überschritten hat. Es wäre besser für ihn gewesen, er hätte bei Kieser geübt, wie er das Gleichgewicht hält oder die Schulbank gedrückt, statt in ranzigen, cimmerischen Muckibuden mit Gleichgesinnten abzuhängen und seine Muskeln zu stählen. Das führt doch zu nichts, wie du siehst".
"Irgendwie tat er mir leid", schniefte Sapius.
"Warum das denn?"
"Sein Gehirn kann nicht größer sein, als das einer Walnuß. Er lebt nur für den Augenblick. Ihn quält keine Vergangenheit und er macht sich keine Gedanken über die Zukunft. Er hat nicht mal verstanden, was mit ihm geschah", antwortete Sapius betrübt, "manchmal wünschte ich, ich könnte so sein wie er. Unbelastet und frei von Sorgen".
"Das meinst du nicht ernsthaft, Sapius", erwiderte der Drache, "du bist der Yasek und der größte Magier, den Kryson je gesehen hat. Du beherrschst Licht und Dunkelheit, bist Herr über Leben und Tod. Du kämpfst für das Gleichgewicht und wurdest unsterblich".
"Wahrscheinlich hast du wieder einmal recht, Haffak", seufzte Sapius, "lass uns fliegen. Das Gleichgewicht verschiebt sich. Ich kann es fühlen".
"Na dann los", sagte Haffak Gas Vadar.

Sapius steigt auf den Rücken des Drachen. Sie fliegen in die Mittagsdämmerung. Tsairu genannt.

fantasystuff am 3.3.11 22:14


[erste Seite] [eine Seite zurück]




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung